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Hans Ritt
Energieberatung
Tel: 09421/72253
Fax: 09421/923768
eMail: ritt.hans@t-online.de
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Energiesparen an Schulen sollte Schule machen
Schulen kommt bei Energierationali-sierungsmaßnahmen eine besondere Be-deutung zu. Schulen sind am Energiever-brauch der kommunalen Gebäude bis zu 50 % am Heizenergieverbrauch beteiligt. Energetische Untersuchungen in Schulen zeigen, dass dort mit geringfügigen investiver Mittel, Energieeinsparungen von bis zu 20 % möglich sind. Derartige Zusammenhänge haben mich bewogen, dieses Problem aufzugreifen und gleichzeitig gezielte Maßnahmen in diese Richtung, die für die Kommune finanzierbar sind, anzuregen. Eine Hausmeisterschulung beispielsweise zeigt bei einer Amorti-sationszeit unter einem Jahr ein Energie-sparpotential von ca. 17 %.
Nachfolgende Checklisten sollen zum Energiesparen beitragen.
Wasserspar- Checkliste
1. Sind die Toiletten mit Wasserspartasten bzw. Wassersstopptasten ausgerüstet?
2. Rinnt die Toilettenspülung, Dusche oder tropft ein Wasserhahn? Sofort den Hausmeister informieren!
3. Läßt sich die Schließzeit der Druck-Wasserhähne verkürzen? Bei Schließzeiten von mehr als 10 Sekunden sollte man aktiv werden!
4. Läßt sich die Wassertemperatur im Boiler/Speicher minimieren? (Vorsicht!!: Legionellenbildung beachten)
5. Werden die Zirkulationspumpen außerhalb der Nutzungszeit abgeschaltet?
6. Läßt sich die Warmwasseranlage während der Ferien/Wochenenden abschalten?
7. Warmwasser sollte möglichst nicht elektrisch beheizt werden! Kann die Warm-wasserbereitung auf Gas-, Öl,- oder Nahwärme umgestellt werden?
8. Sind die Wasserhähne mit Perlatoren ausgestattet?
9. Sind in den Duschen Durchflußbegrenzer eingebaut?
Um die Maßnahmen erfolgreich durchführen zu können und den Energieverbrauch höchst-möglich zu reduzieren, ist es wichtig, dass Lehrer zur Projektleitung und Schüler als Energiedetektive beauftragt werden. Energiesparen unsere größte Energiequelle
Eine besondere Bedeutung bei der Betriebsführung kommt der Einhaltung der Raumtemperaturen zu. Eine Überschreitung dieser Werte um nur 1 Grad hat einen Energiemehrverbrauch von 6 bis 7 % zur Folge. Bei der Festlegung der Raumtemperaturen wird vorausgesetzt, dass Fenster und Türen geschlossen sind und die Wärmeabgabe der Heizkörper nicht durch Einbauten, Verkleidungen u.a. behindert ist. Für die Messung von Außen- oder Raumtemperaturen sind Thermometer mit hoher Messgenauigkeit einzusetzen.
Unterrichtsräume aller Art |
20 °C |
Sporthallen für den allgem. Sportbereich |
17 °C |
Toiletten, Flure, Treppenhäuser, |
|
Garderoben und Pausenhallen |
15 °C |
Verwaltungsräume |
20 °C |
Heilpädagogische Schulen |
22 °C |
Werkstätten in Abhängigkeit der Benutzungsart |
15 °C |
Wasch- und Umkleideräume |
22 °C |
Mehrzweckräume, Gemeinschaftsräume |
20 °C |
Ein erster Schritt zum Energiesparen ist, dass über die Verbräuche regelmäßig Buch geführt wird. Hierzu ist eine Ver-brauchstabelle äußerst hilfreich.
Hier können Sie sich Ihre Verbrauchstabelle runterladen!
Heiz-Energiespar-Checkliste
1. Werden die vorgegebenen Raumtemperaturen nach Tabelle eingehalten? Sind die Fenster und Türen gut schließbar? Müssen Rahmen, Flügel oder Dichtungen an Türen/Fenstern erneuert werden?
2. Sind durch Absprachen mit anderen Nutzern von Räumen Heizungseinsparungen möglich?
3. Sind möglichst niedrige Temperaturen für die Nachtabsenkung eingestellt?
4. Wird die Nachtabsenkung spätestens 1 Stunde vor Betriebsschluss eingeschaltet?
5. Wurde die Nachtabsenkung in den Räumen gemessen/kontrolliert?
6. Werden die Heizungsanlagen regelmäßig gewartet?
7. Ist die Heizungsanlage mit Außenfühler aus-gestattet?
8. Kann die Heizung über Thermostatventile an jedem Heizkörper individuell eingestellt werden?
9. Sind Heizkörper in der Nähe der Außentüren bzw. können diese abgestellt werden?
10. Sind die Wände (insbes. hinter den Heizkörpern) ausreichend isoliert?
11. Gibt es Windfänge an den Außentüren?
12. Sind die Außentüren automatisch schließbar bzw. immer geschlossen?
13. Gibt es Räume (auf der Südseite), die immer zu warm sind, bzw. andere, die immer zu kalt sind? (Regl. d. Heizung muss neu eingestellt werden)
14. Werden bei Verlassen der Klassenzimmer wegen Sportunterricht oder Unterrichtsschluss alle Fenster und Türen geschlossen?
15. Werden Heizungspumpen auf der niedrigsten möglichen Stufe betrieben?
16. Wird die Heizungsanlage regelmäßig entlüftet (Luft führt zu erhöhter Stromaufnahme der Pumpe)?
Elektro-Energiespar-Checkliste
Beleuchtung:
1. Werden energiesparende Leuchtmittel / Lampen verwendet?
2. Sind Reflektoren in die Leuchten eingebaut?
3. Sind die Räume hell gestrichen (helle Räume sparen Beleuchtungsenergie!)?
4. Ist die Flurbeleuchtung zentral (automa-tisch bei Tag) abschaltbar?
5. Ist eine extra schaltbare Tafelbe-leuchtung vorhanden/sinnvoll?
6. Sind die Lampen reinigungsbedürftig (Beleuchtungsverlust bis 40%!), bzw. werden die Lampen regelmäßig gereinigt?
7. Wird die Beleuchtung beim Verlassen der Räume regelmäßig ausgeschaltet?
8. Lässt sich Klassenraumbeleuchtung in zwei Stufen einschalten?
9. Sind Schalter und Lampen nach Zusammengehörigkeit gekennzeichnet? Merke: Unnötiges Einschalten kostet Energie!
10. Sind in die Leuchtstofflampen energie-sparende elektronische Vorschaltgeräte eingebaut?
11. Werden defekte und flackernde Leucht-stoffröhren sofort ausgewechselt? (durch ständiges schalten erhöht sich der Stromverbrauch)
Elektrische Geräte:
1. Viele elektrische Geräte haben auch im ausgeschalteten Zustand einen Stromverbrauch. Eine Überprüfung aller elektrischen Geräte ist ratsam. Eventuell abschaltbare Steckdosen besorgen!
2. Sind die Kühlschranktemperaturen richtig eingestellt? (Erhöhen der Temperatur um 1°C erbringt ca. 6% Energieeinsparung!)
3. Werden PC`s nur bei Bedarf eingeschaltet? - Nach Bedarf sofort abschalten!
4. Haben die Geräte einen energiemäßig günstigen Standort (kein Kühlschrank neben Herd/Heizung oder in der Sonne)?
5. Werden Faxgeräte und Kopiergeräte nach Dienstschluss (automatisch) abgeschaltet?
6. Wie viel Strom verbraucht der Kaffeeautomat, bzw. ist er bei Nicht-bedarf abschaltbar? Wird hier eine Warmhaltekanne verwendet? (ersetzen durch Thermoskanne!)
7. Lässt sich der Getränkeautomat durch einen Ausschank ersetzen?
8. Welche elektrischen Großverbraucher sind mit welcher Last, zu welcher Zeit, wie lange täglich in Betrieb: Kann ich in Spitzenlastzeiten Großverbraucher ab-schalten, um den Leistungspreis zu senken?
Wärmebild einer Schule